Wolfgang Mertens
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Tipps zum Kauf von Klavier und Keyboard

Sollten Sie demnächst ein Klavier, ein E-Piano oder auch ein Keyboard kaufen wollen, können Sie sich hier ein paar einfache Ratschläge abholen.



Tipps zum Klavierkauf


Wer sich zum Kauf eines Klaviers entschlossen hat, für den ist alles Weitere eine reine Preisfrage. Zunächst muß man sich entscheiden, ob es ein „echtes“ Klavier sein soll oder ein E-Piano.


Das E-Piano

Natürlich kann man den vollen, brillianten Klang eines guten Klaviers nicht mit zwei Lautsprechern ersetzen. Was das angeht, muß man hier Abstriche machen. Aber ansonsten spricht nach meiner Erfahrung heute nichts mehr gegen ein elektronisches Instrument. Gute Instrumente verfügen über eine ausgezeichnete Hammermechanik, die, was das Spielgefühl betrifft, von einem echten Klavier kaum zu unterscheiden ist –zumindest für den Anfänger. Auch der Klang dieser Geräte ist in den letzten Jahren wesentlich besser geworden. Genau in diesen beiden Punkten liegen auch die zum Teil erheblichen Preisunterschiede begründet – billige Geräte haben in der Regel auch miserable Tastaturen und klingen halt auch billiger. Man darf hier auf keinen Fall zu sparsam sein!

Ein weiteres Argument für elektronische Instrumente ist die Tatsache, daß diese nicht gewartet werden müssen. Ein echtes Klavier sollte mindestens einmal jährlich gestimmt werden, und ab und zu fallen auch mal größere Wartungen oder Reparaturen an – alles Kostenfaktoren, die berücksichtigt werden wollen.

Nun kann ich aus verständlichen Gründen hier natürlich keine Markennamen nennen und kundtun, was ich davon halte. Es ist letzten Endes wie beim Autokauf. Vieles ist einfach nur reine Geschmackssache. Auch der Wiederverkaufswert sollte berücksichtigt werden und ist ein Indiz für die Qualität des Instruments! Für neue E-Pianos sollte man nach Möglichkeit so um die 1500,- Euro Minimum kalkulieren, dafür bekommt man heute schon recht brauchbare Instrumente. In manchen Angeboten liest man bisweilen auch von Geräten für 600,- bis 700,- Euro (Neupreis), aber ich habe bis heute kein Instrument in dieser Preisklasse entdeckt, das ich empfehlen könnte.

Achten Sie beim Kauf vor allem auf eine voll (nicht "leicht-") gewichtete Tastatur, wenn möglich mit Hammermechanik. Die braucht man unbedingt - alles andere ist Luxus, der Spaß machen kann, aber zum Lernen und Musizieren nicht unbedingt notwendig ist. Sinnvoll sind Sequenzerfunktionen und / oder ein eingebautes Metronom, aber beides ist heute in den meisten Geräten ohnehin serienmäßig vorhanden.

Auch gebraucht sind E-Pianos gut zu bekommen, stöbern und Augen offenhalten lohnt sich immer, denn an diesen Instrumenten verschleißt lange Zeit so gut wie nichts.


Das Klavier

Der viereckige Kasten mit Tastatur, den man sich für gewöhnlich ins Wohnzimmer stellt, wird vom Fachmann Pianino genannt. Unter einem Piano versteht der Profi das, was allgemein Flügel genannt wird. Für einen Flügel braucht man Platz, für einen echten, großen Konzertflügel eine gute Statik (- die Dinger wiegen ganz ordentlich...-), und nicht zu vergessen das nötige Kleingeld. Wieviel Sinn ein Flügel im Wohnzimmer macht, ist eine andere Frage, denn um ihn wirklich zur Geltung zu bringen, muß auch der Raum selbst über die nötige Akustik verfügen. Aber die meisten Klavierspieler begnügen sich dann doch mit einem Pianino.

Vorweg gibt’s hier keine Überraschung: ein gutes Klavier ist teuer. Wer sich ein gebrauchtes zulegen will, kommt nicht daran vorbei, einen Fachmann mit zur Besichtigung zu nehmen, denn in welchem Zustand die Mechanik ist, wie fest die Stimmnägel sitzen usw, kann kein Laie wirklich beurteilen.

Was neue Instrumente betrifft, so werden die billigsten (!) Klaviere für um die 2000,- Euro angeboten. Nach oben gibt es keine Grenze, und gute Klaviere sind manchmal besser als billige Flügel.

Für Anfänger – vor allem für Kinder – ist es sinnvoll, auf einen harten Anschlag zu achten. Das bedeutet, auch mit wenig Kraftaufwand ist ein voller, brillianter Klang und ein breites Band an unterschiedlichen Lautstärken (Dynamik) zu erzeugen. Anders ausgedrückt: auch siebenjährige können damit schon laut spielen...

Wenn sie schwache Nerven oder sogar empfindliche Nachbarn haben, sollten Sie ein Instrument mit Moderator wählen. Bei den meisten Klavieren ist das ein drittes Pedal (das in der Mitte), selten auch als Zugknopf seitlich der Tastatur. Wenn man es betätigt, wird das ganze Klavier wesentlich leiser und schont so beim Üben deutlich die Umwelt. Empfehlenswert auch für Mietshäuser.

Achtung: bei besseren Klavieren kann das mittlere Pedal auch eine andere Funktion haben: das Sostenutopedal. Das hat eine ganz andere Verwendung – also vorsichtshalber nachfragen.

Die meisten Musikhäuser bieten heute für Klaviere und Flügel auch Finanzierungsangebote an, manchmal gleich mit Wartungsverträgen. Gestimmt wird ein Klavier mindestens einmal im Jahr. Günstig ist, wenn Sie es weder an einer Außenwand noch in unmittelbarer Nähe von Fenster oder Heizung oder Ofen aufstellen können. Wechselnde Temperaturen und Luftfeuchtigkeit schaden dem Holz und der Stimmung.



Tipps zum Keyboardkauf

Ein Keyboard ist ein Gerät, das Klänge auf elektronischem Weg speichert, bei Tastendruck abspielt und im Gegensatz zum reinen Synthesizer auch noch über eine Begleitautomatik verfügt, die mit der linken Hand bedient wird. Sie kennen das ja vom Alleinunterhalter auf der Hochzeit letztens.


Keyboards gibt es in allen Größen,zu allen Preisen und von zig Marken. Für jemanden, der ernsthaft Musik machen will, sollten die Keyboards, die es einmal jährlich beim Discounter um die Ecke gibt, nicht in Frage kommen. Das sind in der Regel Spielzeuge und keine Instrumente. Etwas vernünftiges für den Anfänger gibt es bei allen bekannten Marken ab dreihundert Euro aufwärts. Die Geräte sind klein, handlich, klingen toll und enthalten oft schon mehr, als man braucht. Was man braucht, sind fünf Oktaven, Tasten in Normgröße, eine Auswahl vernünftig klingender Begleitrhythmen und ein Notenhalter. Was man gut brauchen kann ist ein Sequenzer, anschlagdynamische Tasten (wenn man die Funktion ausschalten kann), Memory-Funktionen für selbst programmierte Einstellungen. Alles das ist aber heute in den Geräten ab der oben genannten Preiskategorie meistens drin. Welche Marke man wählt ist letzten Endes Geschmacksache. Die eine Marke klingt gut, die nächste ist leichter zu bedienen, die dritte hat einen Port für den Computer und kann daher Sounds aus dem Internet laden, die nächste hat den höchsten Wiederverkaufswert – alles eine Frage persönlicher Vorlieben. Selber spielen muß man letztlich bei allen!

Gebraucht sind Keyboards leicht zu bekommen – vor allem in Zeiten des Internet. In dem Fall sollten Sie jedoch jemanden zu Rate ziehen, der die Instrumente ausreichend gut kennt.

 


Wolfgang Mertens - Musik und Unterricht | wolfgang@mertens-online.org